Kotsy Wassermühle, Zalaszántó

Achtung!
Aufgrund technischer Gründe muss das Besucherzentrum Kotsy Wassermühle vom 1. September 2017. leider geschlossen bleiben. Wir bitten um Verständnis.

Die Gemeinde Zalaszántó ist von einer herrlichen Landschaft umgeben. Hier im Szántói Becken treffen sich der Dolomit und der Kalkstein des Keszthelyer Gebirge mit dem Süd Bakony und dem Basaltvulkan-Gebiet des Balaton Oberlandes. Südlich erheben sich die Ruinen der Burg Rezi und nordöstlich der Burg Tátika. Das Gebiet gehört seit 1997 zum Balaton-Oberland Nationalpark. Die erste urkundliche Erwähnung von Zalaszántó stammt aus 1236. Die Ortschaft Zamto (Zamtow) überließ Bischof Zaland der Veszprémer Kirche in der zweiten Hälfte des XIII. Jahrhunderts. Der Name der Ortschaft - Szántó - ist aus dem Verb "szánt" (pflügen) abgeleitet und weist darauf hin, dass die Bewohner Bauern, Diener und Knechte waren. Im XV. Jahrhundert war Zalaszántó ein Gerichtssitz des Komitats Zala. Zu dieser Zeit wurde es eine Landstadt. Zu seinem Bezirk gehörten mehrere Ortschaften (Zsid, Rezi, Kovács, Hidegkút). Die Ortschaft wurde während der türkischen Eroberung vernichtet. Seit dem XVIII. Jahrhundert war die Ortschaft im Besitztum der Festetics Familie. Im XX. Jahrhundert gab es sowohl Dampf- als auch Wassermühlen im Dorf und 1930 wurde der Handwerkerverein gegründet.

Die Kotsy Wassermühle befindet sich in einer Gasse neben der "Tátika presszó" (Tátika Kneipe).

Rückblick:
Die Wassermühle von János Major ging in den Besitzt von Nándor Kotsy im Laufe des XX. Jahrhunderts über, daher der Name. Das Mühlenrad wurde vom Kovácsi- oder dem Zerna Bach angetrieben. Das Gebäude wurde Anfang der 1950er Jahre, mit der Absicht moderne Mahltechnologien einzusetzen, neu errichtet. Allerdings wurden die Pläne nicht ganz in die Tat umgesetzt und anstatt der modernen Mahltechnologien wurde nur eine neue Schrotmaschiene eingebaut. Daher wurde von dort an in der Mühle nur noch geschrotet. Hierfür wurde die Mühle zuerst noch mit mit einem oberschlächtigen Wasserrad,  dann mit Motorkraft und später elektrisch angetrieben. Gegen Ende wurde nur noch Futtergetreide geschrotet und 1974 wurde der Betrieb der Mühle ganz eingestellt. Das vernachlässigte Gebäude wurde von der Balaton-Oberland Nationalpark Direktion im Januar 2000 im Rahmen einer ungarisch- schweizerischen Kooperation gekauft. Mit Unterstützung des Ministeriums für Umweltschutz und Wasserwesen wurde 2004 ein Besucherzentrum eröffnet.

Schon gewusst?
• 1876 betrieb man in Zalaszántó vier Wassermühlen und eine Ölsaatenmühle 
• Laut frühen Übermittlungen stand schon zur Zeit der türkischen Eroberung an Stelle der heutigen Kotsy Mühle eine Wassermühle
• An Pfingsten ist der Tag der Müller

Einrichtungen der Mühle:

1. Handbohrmaschine mit Schwungrad
2. 1000er Mehlrührmaschine
3. HSCS Zweitakt-Dieselmotor
4. Wasserrad (3,5 m Durchmesser)
5. 200 kg Waage mit Laufgewicht
6. Getreidebrecher "Ganz" 
7. Kraftübertragungstechnik
8. Getreideschälmaschine
9. Getreidereinigungsmaschine
10. Schneckentrieur (Saatgutreinigung)
11. Prismensieb für Sortierung des Mahlgutes
12. Tisch für Mehlabsackung
13. Getreide- und Mahlhuttransporter

Der Bakony-Balaton Geopark umfasst auch diesen Schauplatz und dessen weitere Umgebung.

Hunde sind nicht erlaubt! 


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